2020 – ein Jahr, dass uns alle geprägt hat. Die Gesellschaft, sowie die Unternehmen. Sei es gesundheitlich, wirtschaftlich, aber auch persönlich. Vieles, und wir wollen das an dieser Stelle nochmal deutlich betonen, vieles hat sich im letzten Jahr verändert. Eine globale Krise, welche von sozialen Unruhen geprägt ist. „Social Distancing“ ist unser neues tägliches To Do geworden. Das Arbeiten von Zuhause, sowie die Umstrukturierung des täglichen Workflows ist für uns alle unumgänglich gewesen. Gleichzeitig hat uns das vergangene Jahr auch gezeigt, dass die Integration digitaler Arbeitsstrukturen möglich ist. Schnell musste man sich an einen neuen Lebens- und Arbeitsstil gewöhnen. Die Folgen liegen auf der Hand:  Eine Veränderung der Erwartungshaltung und neu definierte Bedürfnisse der Verbraucher.

Als Digital Natives ist Social Media unser Zuhause. Auch wir haben Veränderungen in unserer daily routine festgestellt, angepasst, umgesetzt und dabei auch noch das Verhalten von Usern und Brands beobachtet. Was wir jetzt schon sagen können, die aktuelle Situation hat uns alle gelehrt, dass es ohne „online“ einfach nicht mehr geht.

 

Aufgrund der Pandemie verbringen die Menschen mehr Zeit online – Tendenz steigend

 

Wir haben ausgiebig recherchiert und im Team gebrainstormed. Nun wollen wir dir einen Ausblick auf die Social Media Trends für das Jahr 2021 geben. Denn seien wir mal ehrlich, wir geben niemals die Hoffnung und den Glauben auf und blicken optimistisch in die Zukunft. Gerade jetzt kommt es darauf an den Fokus auf neue Chancen und Möglichkeiten zu legen, diese zu greifen und finally auch wirklich in die Tat umzusetzen.

 

Be open and get inspired!

 

  1. Mixe eigenen Content mit User Generated Content

Der im Jahr 2020 begonnene TikTok-Boom hat uns vieles verdeutlicht – die einst jüngere Zielgruppe der App hat sich aufgrund der Corona-Pandemie ausgeweitet. Viele haben sich Zuhause auf der interaktiven Plattform ausprobiert. Auch Instagram ist auf den Zug aufgesprungen und hat das Feature „Reels“ integriert. Es bietet die Möglichkeit, ähnlich wie auf TikTok, unterhaltsame Videos mit Freunden und anderen Instagram-Nutzern zu teilen. Dabei können 15-sekündige Multi-Clip-Videos aufgenommen werden und mit Ton, Effekten und weiteren Kreativtools bearbeitet werden. Auch Brands können diese Funktion für sich nutzen und somit noch vielseitiger bei der Ausspielung ihres Contents sein. Das Jahr 2020 hat uns deutlich gezeigt, dass User nicht mehr nur ausschließlich konsumieren wollen. Das Gegenteil ist der Fall, sie wollen selber aktiv werden und mitgestalten.

User Generated Content ist immer ein durchaus gefragtes Beiwerk, um die Verbindung zwischen Brand und Community aufrechtzuerhalten und Nähe zum User zu zeigen. Zusätzlich dient User Generated Content einer Brand als nützliche Contentreihe, welche regelmäßig bespielt werden sollte. Du weißt nicht, wovon wir reden? Kein Problem, wir erklären es dir: User Generated Content steht für Medieninhalte, die von den Nutzern selbst erstellt werden. Das können zum Beispiel Bilder, Blogartikel, Kommentare oder Videos/Videoclips sein. Im Jahr 2021 geht der Trend auf Social Media deutlich zu einem Mix von eigenem Content in Kombination mit User Generated Content. Brands haben die Chance noch enger mit ihrer Community und Zielgruppe in Verbindung zu treten und sollten diese Chance ganz klar auch für sich nutzen.

 

  1. Corona hat Auswirkungen auf deinen Content

Wann und wie die derzeitige Coronapandemie ein Ende findet kann zum jetzigen Zeitpunkt niemand genau sagen. Doch was wir sicher sagen können ist, dass die Auswirkungen dieser besonderen Zeit noch lange für alle spürbar sein werden. Daher ist es umso wichtiger für Unternehmen und Marken auf eine klare und zugleich empathische Kommunikation mit der Zielgruppe zu setzen.

Das spiegelt auch der Trend bei der Kommunikation für das Jahr 2021 wider. Die folgenden vier „Cs“ sollten auch bei deiner Kommunikationstrategie für dieses Jahr stark im Fokus stehen: Community, Cleanliness, Contactless und Compassion. Na klar, wir wissen, dass es nicht immer einfach ist, genau die richtigen Worte zu finden. Gerade in dieser für uns alle ganz besonderen Zeit. Doch vielmehr geht es darum deiner Community beim Wording zu vermitteln, dass es dir und deiner Brand nicht anders geht als all den anderen – Gemeinschaftlichkeit und Mitgefühl sind hier die Stichworte. Sowohl ein Lockdown, sowie das Arbeiten im Homeoffice zeigen uns, worauf es derzeit ankommt: Kontaktlosigkeit (Contactless) ohne die Verbindung (Connection) zur Gemeinschaft (Community) zu verlieren.

Wir stehen voll und ganz hinter dem Trend – weg von werblichen Wordings hin zu mehr Authentizität mit ehrlicher und transparenter Kommunikation zwischen dir und deiner Community.

 

  1. Sie sorgen für Erheiterung, wir brauchen sie – Memes!

So ernst und aktuell die derzeitige Situation natürlich für uns alle ist, wir müssen positiv bleiben. Gerade jetzt brauchen wir in unserem Alltag neben besorgniserregenden Nachrichten Abwechslung und Entertainment für die Seele und unser Mindset. Hier erfüllen Memes genau ihren Zweck. Memes kombinieren ein Bild mit einem markanten Text. Sie beziehen sich auf unterschiedlichste Ereignisse und gehen in den meisten Fällen in den sozialen Medien sehr schnell viral. Ihre Pointen sind Wortwitze, schwarzer Humor und oftmals zynisch. Dabei werden auch gesellschaftliche Normen und Sitten durch den Kakao gezogen. Neben des Entertainment-Faktors eigenen sich Memes auch hervorragend, um auf Probleme aufmerksam zu machen.

Das Teilen von Memes auf unterschiedlichen Social Media Kanälen, das Verschicken in privaten Nachrichten – zusammengefasst ihre Verbreitung hat für deine Brand und deinen Social Media Kanal oftmals eine Reichweitensteigerung zur Folge. Somit werden Memes uns auch 2021 weiterhin begleiten – privat beim Durchscrollen deines Instafeeds, aber auch beruflich, wenn du deine nächste Social Media Kampagne planst. So sorgst du für Lacher und Schmunzler bei deiner Community und sammelst bestimmt einige Sympathiepunkte ;-).

 

  1. In Erinnerungen schwelgen

Na, habt ihr euch auch dabei erwischt, wie ihr gedanklich den letzten Urlaub ohne Einschränkungen Revue passieren lassen habt? Oder wisst ihr noch damals, als ihr unbeschwert und selbstverständlich nach getaner Arbeit mit den Kollegen auf einen oder auch zwei Drinks in eine Bar gegangen seid? Ja, früher war alles besser – oder?

Gerade nach diesem außergewöhnlichen Jahr 2020 erinnern wir uns nur zu gern an die vergangene Zeit zurück. Für das Jahr 2021 steht Nostalgia-Marketing also ganz hoch im Kurs. Das Geschäft mit der „alten Zeit“ soll auf Social Media dieses Jahr deutlich boomen. Insbesondere die Millennials springen auf nostalgische Themen an. Anekdoten und Themen rund um die 90er haben sich als Sparte schnell auf Social Media etabliert.

Brands können in diesem Jahr ihre Chance nutzen, indem sie darauf setzen Kindheitserinnerungen und Gefühle aus der Vergangenheit wieder aufleben zu lassen. Eine sentimentale Onlinekampagne, die auf Nostalgie setzt wird öfter von der Community geteilt, kann eine größere Reichweite generieren und einen nachhaltigen Effekt haben. So bleibt nämlich auch deine Brand langfristig im Gedächtnis und das ist doch genau das, was du möchtest, oder?

 

  1. Das Comeback von Old-School marketing

Nicht jeder Marketing Trend ist neu – oftmals leben vergangene Trends auch wieder auf. So werden wir auch 2021 ein Remake bereits bekannter Marketing Trends verzeichnen können. Nichts gibt uns mehr Sicherheit in unsicheren Zeiten, als an Altbewährtem anzuknüpfen oder es sogar wieder ganz neu für sich aufleben zu lassen.

Was hat dir in einem sozial eingeschränkten Alltag Halt und auch ein Stück weit das Gefühl „nicht alleine zu sein“ gegeben? Ganz klar Podcasts! Das Angebot und die Vielfalt an Podcasts sind im vergangenen Jahr rasant gestiegen. Neben Marken und Unternehmen haben allen voran viele Influencer Podcasts für sich entdeckt. Durch Podcasts gelingt es spannende Themen mit seiner Community zu teilen. Zudem gelingt es mit Podcasts die Bindung zur Zielgruppe zu stärken und Vertrauen aufzubauen. Ob als Influencer oder als Brand – mit Podcasts bist du für deine Zielgruppe nahbar und transparent. Podcasts dienen als Verlängerung zu deinem Social Media Auftritt und eigenen sich hervorragend für dein Branding. Wir nennen das Storytelling und Infotainment mit persönlichem Charme.

Die Pandemie wird uns sicherlich noch länger begleiten und unseren Alltag prägen. Für deine Social Media Aktivität im Jahr 2021 heißt das, dass das Rad nicht neu erfunden werden muss. Entscheidend ist, mit dem Rad sicherlich auch neue Wege zu erkunden, aber eben auch mal bekannte Wege für sich neu zu entdecken.

 

  1. Clubhouse die In-Audio-App

Seid ihr auch schon im Club oder wartet ihr noch auf einen Invite? Es ist der Hype des Jahres, die Clubhouse-App ist brandheiß und in aller Munde. Doch was macht die neue App so besonders, warum will jeder zum Club dazugehören und welche Chancen oder auch mögliche Schwächen bringt die App mit sich? Clubhouse ist eine audiobasierte Social Media App, die bereits im Jahr 2020 released wurde. Die User können aktiv an Diskussionen und Gesprächsrunden in unterschiedlichen „Räumen“ teilnehmen. Es ist ein Mix aus einem Live-Podcast und einer Telefonkonferenz. Im Vergleich zu Instagram, Facebook oder Twitter sind keine Kommentare, Nachrichten oder Likes möglich.

Derzeit befindet sich die App noch in der Beta-Phase, daher ist es vorerst nur iOS-Usern möglich die App zu nutzen. User können sich allerdings nicht einfach so für die App anmelden, dies ist derzeit nur über eine Einladung (Invite) möglich. Hintergrund sei, dass so die Server nicht von dem Ansturm überlastet werden. Andererseits kann hier auch die Rede einer cleveren Marketingstrategie sein. Der Exklusivitätsfaktor ist hoch und der Reiz „dazugehören zu wollen“ ist sehr präsent. Viele sprechen hier auch vom sogenannten „FOMO-Effekt“ (Fear-of-missing-out), die Angst etwas zu verpassen und nicht mehr mitreden zu können.

In Deutschland begann der Hype am 16. Januar als die ersten Influencer auf Instagram über die neue App in ihrer Instastory berichteten. Auch bekannte Prominente, wie Thomas Gottschalk, Joko Winterscheidt, Gesundheitsminister Jens Spahn oder der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder machten auf die App aufmerksam und erhöhten somit die Nachfrage.

Gerade mit Blick auf die aktuelle Corona-Situation und damit verbundenen Kontaktbeschränkungen bietet die App den Usern eine Plattform sich mit anderen zu bestimmten Themen auszutauschen, neuen spannenden Input zu bekommen und interessante Kontakte zu knüpfen. Hier trifft die App genau den Zahn der Zeit. Durch die Reduzierung der persönlichen Kontakte sind die Begegnungen mit anderen Menschen rar geworden. Branchenbezogene Gespräche in Workshops, in der Mittagspause oder nach Feierabend fallen in den meisten Fällen weg. Bei Clubhouse ist das nun ganz einfach möglich. Zudem bietet die App eine tolle Möglichkeit sein persönliches (Fach-)Wissen zu erweitern, aber auch zu teilen. Und wer möchte nicht die Chance nutzen mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die man in der Offline-Welt vermutlich nicht so schnell treffen würde.

Einziger Kritikpunkt ist aktuell noch das Thema Datenschutz: Das Einladen deiner Kontakte funktioniert nur, wenn du der App Zugriff auf deine Kontaktdaten gewährst. Die App erstellt sogenannte „Schattenprofile“, was mit Blick auf den persönlichen Datenschutz nicht gerade optimal ist. Es bleibt also spannend zu beobachten, wie die App in Bezug auf das Thema handeln wird.

 

Du möchtest noch mehr über die Social Media Trends 2021 erfahren, brauchst Unterstützung bei der Umsetzung deiner Social Media Aktivitäten und möchtest mit deiner Brand auf Social Media endlich durchstarten? Dann melde dich bei uns – ob auf einen Kaffee bei uns im Büro oder einen informativen Austausch via Teams oder Zoom, für ein Meeting haben wir Invites im Petto.